Rennbericht vorletzter Lauf TWC 2018 – Salzburgring

Tourenwagen Classics 2018

Vorletzter und 6. Lauf Salzburgring (BOSCH Race Salzburg)

Jörg Hatscher/Klaus Ludwig gewinnen, Thorsten Stadler verteidigt den Titel

Jörg Hatscher und der dreifache DTM-Champion Klaus Ludwig feiern auch auf dem Salzburgring den Gesamtsieg und bestätigen damit ihren Erfolg von Zandvoort. Im sechsten und vorletzten Saisonlauf der Tourenwagen Classics (TWC) sichert sich Hatscher mit seinem rund 490 PS starken Mercedes C-Klasse ITC (Ex-Jan Magnussen) den dritten Erfolg. Gemeinsam mit Klaus Ludwig erlebt der Oldenburger ein perfektes Wochenende mit dem Start-Ziel-Sieg als Höhepunkt. Der Trainingszweite Stefan Rupp verzichtet wegen Reifenproblemen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs auf den Renneinsatz seines Alfa Romeo 155 V6 TI ITC (1996, Ex-Giancarlo Fisichella).

Als Gesamtzweiter kann Thorsten Stadler im Mercedes-Benz C-Klasse (1994, Ex-Ellen Lohr) seinen TWC-Titel vorzeitig verteidigen. Im Schwesterauto von Klaus Ludwigs Meisterwagen der DTM-Saison 1994 sichert sich der 47 Jahre alte Hannoversch-Mündener damit erneut die Meisterkrone.

Podiumsplatz für BMW M3
Hinter den beiden überlegenen Mercedes erreicht Stephan Piepenbrink mit seinem BMW M3 DTM (1990) seine zweite Podiumsplatzierung. Über die Renndistanz von 40 Minuten fährt der Münchener einen großen Vorsprung auf seiner Verfolger heraus. In den ersten Runden halten Armin Dellkamm im BMW M3 DTM (1989, Ex-Hans Kalaschek) und Michael Schneider im Ford Sierra RS500 (1988, Ex-Team Wolf) die Entscheidung offen. Doch Dellkamm muss seinen M3 frühzeitig mit einem Defekt abstellen.

Sierra-Pilot Schneider, Sohn des Ex-DTM-Privatiers Volker Schneider, kann auf dem langen Bergaufstück zwischen Nockstein-Kehre und Ostschleife dank der Turbopower des Ford-Vierzylinders immer wieder auf Piepenbrinks M3 aufholen. Doch im folgenden Kurvengeschlängel verliert er die entscheidenden Meter. In der zweiten Rennhälfte verteidigt Volker Schneider, der das Steuer des RS500 beim Pflichtboxenstopp übernommen hat, den Klassensieg vor Harald Grohs im Vogelsang-BMW M3 (1987).

DTM-Geschichte wiederholt sich
Die 74 Jahre alte Rennlegende Harald Grohs konnte im Auto von TWC-Mitorganisator Ralph Bahr den Rückstand zwar noch auf 16,7 Sekunden verkürzen. Doch mit seinem DTM-Einsatzauto von 1987 kann er nicht weiter aufschließen. So wiederholt sich, zumindest in der Wertung der Klasse 3 (DTM-Gruppe A), ein Stück DTM-Geschichte: Wie damals behält ein Ford Sierra RS die Oberhand. In den 80er-Jahren gewann Armin Hahne das DTM-Rennen in Salzburg.

Beim DTM-Finale in Hockenheim wird die TWC als Rahmenserie ein Stück Historie der Rennserie lebendig machen: Im badischen Motodrom geht jedoch nicht nur die Saison zu Ende, sondern es wird ein bedeutendes Kapitel Motorsport geschlossen. Nach 30 Jahren DTM zieht sich Mercedes-Benz aus dem Championat zurück – natürlich mit einer großen Abschiedsparty und sehr wahrscheinlich einem finalen Meisterstück des aktuellen Teams. Die DTM-Historiker der TWC bringen ihren Titel zum Endspiel im Badischen bereits mit: Wie gut, dass die Titelentscheidung schon vorzeitig gefallen ist.


Tourenwagen Classics

Ergebnis (6. Lauf Salzburgring: 4,241 km)

Gesamtwertung

  1. Jörg Hatscher/Klaus Ludwig (D), Mercedes-Benz AMG C-Klasse ITC, 40:28.646 Min. (163,40 km/h)
  2. Thorsten Stadler (D), Mercedes-Benz AMG C-Klasse DTM, + 0.137 Sek.
  3. Stephan Piepenbrink (D), BMW M3 DTM, – 1 Runde

Pole Position: Hatscher/Ludwig, 1:23.290 Min. (182,26 km/h)
Schnellste Runde: Ludwig, 1:25.078 Min.

 

Klassensieger

Klasse 1 (DTM/ITC): Jörg Hatscher/Klaus Ludwig

Klasse 2 (DTM-Gruppe H): Stephan Piepenbrink (D)

Klasse 3 (DTM-Gruppe A): Michael Schneider/Volker Schneider (D), Ford Sierra RS500

Klasse 5 (Gruppe N): Ferdi Weischenberg (D), Mercedes-Benz 190E 2,5-16

 

Aktuelle Saison Gesamtwertung Tourenwagen Classics nach 6 Lauf Salzburgring

Klassenmeisterschaftsergebnisse:

Nächster Lauf: 12. bis 14. Oktober 2018, Hockenheimring (DTM-Finale)

 

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