Das große Finale der dritten Spielzeit: Tourenwagen Classics in Traumbesetzung zum krönenden Abschluss nach Hockenheim.

Im Rahmenprogramm des Abschlussrennens der aktuellen DTM verabschieden sich auch die Tourenwagen Classics in die Winterpause. Erlesener und hochkarätiger besetzt könnte das Feld der klassischen Renntourenwagen bei der siebten und damit abschließenden Partie des laufenden Rennsportjahres 2018 kaum sein. Zahlreiche Hauptdarsteller der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in ihrer ursprünglichen Form greifen auf dem Hockenheimring am zweiten Oktoberwochenende in die Volants. Besonders auffallend ist die Dichte prominent pilotierter Mercedes-Benz, und das aus einem historischen Grund.

Die Schlagzeilen:

Große Namen: Neben Klaus Ludwig, Roland Asch, Harald Grohs, Marc Hessel und Christian Menzel greifen auch Jörg van Ommen, Bernd Mayländer und Kurt Thiim in das Geschehen ein.

Meisterschaftsentscheidungen: In der hart umkämpften Klasse 3 der Gruppe-A-Renntourenwagen können Harald Grohs und Ralph Bahr mit dem Vogelsang-BMW M3 den Titel einfahren.

Schwanengesang: Nach 30 Jahren beendet Mercedes-Benz das Engagement in der heutigen DTM. Eine erlesene Auswahl klassischer DTM-Boliden im Zeichen des Sterns flankiert den Abschied.

37 Starter haben bisher ihre Nennung abgegeben zu einem Rennen, das ein Fall für die Geschichtsbücher zu werden verspricht. Beim siebten und abschließenden Lauf der Saison 2018 gehen die Tourenwagen Classics zeitgleich mit der aktuellen DTM in die verdiente Winterpause. Auf dem Hockenheimring wird sich das Werksteam von Mercedes-Benz nach 30 Jahren aus der heutigen Tourenwagen-Bundesliga verabschieden. Die Konsequenz: Eine Gala-Besetzung erlesener Fahrerpersönlichkeiten in DTM-Boliden, die im Zeichen des guten Sterns aus Untertürkheim begeistert haben. Mercedes-Benz unterstützt das große Schaulaufen aus gegebenem Anlass. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei zwei Zeitzeugen, die den Einstieg des Autoherstellers in den achtziger Jahren entscheidend geprägt haben: Roland Asch und Jörg van Ommen. Während Asch 1988 mit einem Mercedes 190E 2.3-16 auf offenem Anhänger zu den DTM-Rennen reiste und für Überraschungen am laufenden Meter sorgte, mischte van Ommen bereits 1986 mit einem silbergrauen, semioffiziellen 190er der Scuderia Kassel an vorderster Front mit. Zehn Jahre später, als die ITC-Saison 1996 den ersten Lebensabschnitt der DTM unerwartet beendete, waren beide Piloten noch immer in Mercedes-Diensten unterwegs. Während Roland Asch nicht zum ersten Mal bei den Tourenwagen Classics startet und einmal mehr auf einen 190E 2.5-16 vertraut, bereichert Jörg van Ommen zum ersten Mal die neue Kult-Rennserie der Tourenwagen-Legenden. Der gebürtige Moerser und ehemalige Kart-Weltmeister feiert dabei ein Wiedersehen mit seiner 1995 von ihm in der DTM pilotierten C-Klasse, die sich inzwischen im Besitz des Oldenburger Unternehmers Jörg Hatscher befindet. Hatscher selbst tritt mit einer ein Jahr jüngeren, 1996er-C-Klasse gemeinsam mit Klaus Ludwig an, den technischen Service übernimmt wie gewohnt Thorsten Stadler aus Hannoversch-Münden. Der 48-Jährige selbst steht vorzeitig als neuer Meister und Titelverteidiger fest, seine eigene C-Klasse ist 1994 produziert und ursprünglich von Ellen Lohr eingesetzt worden. Mit Bernd Mayländer steigt auch hier ein Akteur mit klangvollem Namen hinzu. Der Schorndorfer pilotierte ebenfalls eine C-Klasse in den alten Tagen der DTM, seit vielen Jahren sitzt er im offiziellen Pacecar der Formel-1-Weltmeisterschaft. Auch der Däne Kurt Thiim wird zum Feld dazustoßen, der Meister des Jahres 1986 auf Rover Vitesse tritt gemeinsam mit dem Niederländer Gerbert Luttikhuis an, der einen Gruppe-H-Mercedes 190E 2.5-16 in der Klasse 2 einsetzt. „Dansky“ Kurt Thiim hat exakt diesen Viertürer schon einmal im Mai 2017 bei seinem Heimspiel auf dem Stadtkurs von Aarhus in Dänemark pilotiert. Seinerzeit lag er bis bis zum technisch bedingten Ausfall an zweiter Gesamtposition. Stefan Rupp mit dem infernalisch schnellen Alfa Romeo 155 V6 ti ITC des Jahrgangs 1996 rundet das vielgestaltige Bild ab.

Für eine Überraschung könnte Armin Dellkamm sorgen. 2016, im Premierenjahr der Tourenwagen Classics, sicherte sich der BMW-Spezialist im DTM-M3 E30 des Jahrgangs 1988 den Titel. Nach reparaturbedingter Zwangspause kehrte der Süddeutsche 2018 zu drei Einsätzen zurück. Wie Roland Asch und Gerbert Luttikhuis ist der Endvierziger in der stark frequentierten Klasse 2 für Renntourenwagen der Gruppe H anzutreffen. Das gilt auch für den Schweizer Jürg Dürig, der Eidgenosse präsentiert mit dem 1981 in der Tourenwagen-Europameisterschaft siegreichen BMW 635 CSi Gruppe 2 seines Landmannes Ruedi Eggenberger eines der ältesten Fahrzeuge am Platz. Helmut Kelleners, wie Jörg van Ommen aus Moers am Niederrhein stammend, und der Italiener Umberto Grano waren einst das Erfolgsduo im BMW-Cockpit. Da Jörg Dürig in der Klasse 2 mit nur fünf Punkten Vorsprung an erster Stelle steht, haben Armin Dellkamm, Roland Asch – auch er ist in die Serie fest eingeschrieben –, Matthias Comes und Gerbert Luttikhuis noch theoretische Chancen auf den Titel. Während insgesamt acht Fahrzeuge in der Klasse 2 die Herausforderung annehmen, sind es in der hart umkämpften Klasse 3 der Gruppe-A-Tourenwagen derer 14. Hier kommt es zum großen Showdown um den Klassentitel. Zwar reisen Harald Grohs und Ralph Bahr mit dem BMW M3 des Revival Teams Vogelsang als Tabellenführer an, doch Marc Seesing mit einem weiteren M3 E30, Mercedes-Mann Jannis Bernd und die Gebrüder Schumann nahmen ebenfalls noch ihre Chancen wahr. Außerdem wollen mit Marc Hessel und Christian Menzel zwei weitere DTM-Asse mit dem M3 von 2.0 Automotive aus Düsseldorf versuchen, sich mit einem Klassensieg für die kommende Saison zu empfehlen. Das haben die Zweiliter-Supertourenwagen der Klasse 4 das ganze Jahr über getan. Mit Gerhard Füller (Opel Vectra STW), Alexander Schmidt (Williams-Renault Laguna BTCC) und Yannik Trautwein (BMW 320i E36) sind noch einmal sämtliche Protagonisten mit von der Partie. Mit Björn und André Wiebe auf einem weiteren Renault Laguna steigen zwei ausgewiesene Kenner des Bergrennsports in die Serie ein. Naturgemäß etwas getragener geht es in der Klasse 5 für (relativ) seriennahe Tourenwagen der Gruppe N und der DTC zu. Hier steht mit Ferdi Weischenberg ein weiterer Vertreter der Marke Mercedes-Benz bereits als Klassensieger in der Jahres-Endwertung fest.

Wichtiger Hinweis für alle Fans: Das mit großer Spannung erwartete Traumfinale der Tourenwagen Classics 2018 startet am Sonntag, 14. Oktober 2018, bereits um 9.55 Uhr.

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

Die Fahrzeiten beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring, 12.-14. Oktober 2018

Training am Freitag, 12. Oktober 2018: 11:50 – 12:20 Uhr
1. Qualifying am Samstag, 13. Oktober 2018: 11:40 – 12:0 Uhr
2. Qualifying am Samstag, 13. Oktober 2018: 17:20 – 17:40 Uhr
Rennen am Sonntag, 14. Oktober 2018: 09.55 – 10:35 Uhr