Stefan Rupp im Alfa Romeo 155 V6 ti

Alfa-Tier: Stefan Rupp nach zweitem Qualifying auf Pole-Position am Nürburgring.

Samstag, 16. Juni 2018 – Auch beim dritten Lauf der Tourenwagen Classics (TWC) wird der rote Alfa Romeo von Stefan Rupp auf der Pole-Position stehen. Ins Programm der Richard Mille Nürburgring Classics eingebettet, starten am Sonntag um 12:30 Uhr 26 legendäre Rennboliden aus den Jahren 1986 bis 1997, der Hoch-Zeit der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Ausgetragen wird das 40-minütige Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs in der Vulkaneifel.

Zwar gehört die beste Trainingszeit des heutigen Tages Jörg Hatscher im C-Klasse Mercedes AMG von Intax Motorsport (2:05,688 Minuten), doch Stefan Rupp konnte den ursprünglich von Giancarlo Fisichella gefahrenen Alfa Romeo 155 V6 ti des Jahrgangs 1996 am Vortag – im ersten Qualifying der Tourenwagen Classics am Nürburgring – fast eine Sekunde schneller um den Kurs bewegen.

Jörg Hatscher von Intax Motorsport im Mercedes AMG C-Klasse

Erst im Glück, dann zurück: Jörg Hatscher (Intax Motorsport) startet im Mercedes AMG C-Klasse nach samstäglicher Trainingsbestzeit nur von Rang 5 – Fotografie: 1vier.com

Den weißen Mercedes-Benz im Warsteiner-Design von Juan Pablo Montoya werden Fans der Kultrennserie dennoch am Sonntag nicht auf dem zweiten Startplatz finden: um drei Positionen zurückversetzt wurde Hatscher wegen Überfahrens der weißen Linie, der Streckenbegrenzung. So ist es an Thorsten Stadler, dem amtierenden TWC-Meister, in der ersten Startreihe die Ehre des Intax-Rennstalls zu verteidigen – ebenfalls in einem Mercedes AMG C-Klasse, der jedoch schon zwei Jahre vor Hatschers Auto mit Ellen Lohr in DTM und ITC Erfolge feierte.

Der Ford Sierra RS 500 Cosworth, pilotiert von Gianfranco Brancatelli

Der Ford Sierra RS 500 Cosworth, pilotiert von Gianfranco Brancatelli – Fotografie: 1vier.com

Die zweite Startreihe gehört den Klasse-4-Fahrzeugen: Auf Rang drei steht mit dem 1996er Vectra von Opel Motorsport Gerhard Füller, der mit dieser Position sein Ergebnis aus der Lausitz vor vier Wochen noch um einen Platz verbessern konnte. Ihm folgt Yannick Trautwein im STW BMW M3 E36. Mit Alexander Schmidt (Renault Laguna BTCC) findet sich ein weiterer Starter aus der Klasse 4 unter den schnellsten Männern des Feldes. Neben ihm sorgt Gianfranco Brancatelli im Ford Sierra RS 500 Cosworth für den ersten prominenten Namen in der Startaufstellung sowie für Farb- und Markenvielfalt in der ansonsten von BMW und Mercedes zahlenmäßig dominierten Serie.

Heimkehrer: Stephan Piepenbrink erstmalig in 2018 wieder im Rennen.

Heimkehrer: Stephan Piepenbrink erstmalig in 2018 wieder im Rennen – Fotografie: 1vier.com

Glücklich über den achten Startplatz zeigte sich Stephan ‚Pipo‘ Piepenbrink, mit dem BMW M3 E30 zweitschnellstes Auto der Gruppe 2. Seit Oktober 2017 ist er aus privaten Gründen nicht mehr bei den Tourenwagen Classics angetreten. „Gestern gab es im freien Training einen riesigen Schlag gegen Unterboden und Motor – wir haben drei Stunden lang vergeblich nach einem Schaden gesucht. Im ersten Qualifying lief es dann super, wahrscheinlich hatten wir nur was aufgesammelt. Gerne hätte ich mich heute noch auf eine 2:11er-Zeit verbessert, aber es fehlte hinten und vorne an Grip“, resümiert der Münchner Betriebswirt und KFZ-Mechaniker.

Auf den Startplätzen neun und zehn finden sich die ersten Fahrerpaarungen des Starterfelds: Mit rund sechs Zehntelsekunden vor Bernd Knoch und Serien-Youngster Timo Hochwind in einem Gruppe-4-BMW M3 E36 liegen Gerbert Luttikhuis und der ehemalige DTM-Profi Klaus Ludwig im AMG-Mercedes 190 EVO2. „Ich komme super mit Klaus klar und heute lief alles sehr gut, nachdem wir nach einem Riss in einer Bremsscheibe noch Teile holen und den Austausch vornehmen mussten“, sagt der große Blonde aus Losser in den Niederlanden.

Nicht mit von der Renn-Partie sein werden Harald Grohs und TWC-Mitveranstalter Ralph Bahr: Nach einem Motorschaden im zweiten Qualifying mussten sie den schwarzen Vogelsang BMW M3 E30 zurück ins Fahrerlager schleppen lassen.

Der dritte Lauf zur Tourenwagen Classics 2018 wird am Sonntag ab 12:15 Uhr auch im Livestream mit 3D Race Log übertragen werden.

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins, Sylvia Pietzko