Kurt Thiim gewinnt auf dem Nürburgring in seinem Ex-DTM-Mercedes

Das Deutsche Tourenwagen Classics blickt auf ein traumhaftes zweites Rennwochenende zurück. Im Rahmen des WEC-Laufs auf dem Nürburgring gingen vor großer Kulisse nicht weniger als 21 Rennklassiker der Achtziger- und Neunzigerjahre an den Start. Und am Ende jubelte einer, der schon in der goldenen Ära des Tourenwagensports große Erfolge feierte: Kurt Thiim. Der Däne setzte sich mit seinem Mercedes 190 Evo 2 im Rennen über 40 Minuten souverän gegen Richard Weber im BMW M3 und Stefan Rupp im Alfa Romeo 155 V6 Ti durch.

„Das war sehr aufregend, mal wieder einen 190er im Renntempo um die Strecke zu jagen“, sagte Thiim. „Zudem war es mein Original-Einsatzfahrzeug von 1991, mit dem ich auf dem Norisring damals ein Rennen gewinnen konnte.“ In seiner aktiven Zeit in der DTM absolvierte Thiim 211 Rennen für Rover, BMW und Mercedes-Benz und errang 19 Siege. Seine Premierensaison im Championat krönte er 1986 mit dem Meistertitel. „Das Tourenwagen Classics kann bereits im ersten Jahr ein fantastisches Starterfeld vorweisen, zudem ist die Atmosphäre unglaublich emotional. Vor allem im Gespräch mit den Zuschauern merkt man schnell, dass es noch heute viele, viele Fans dieser Fahrzeuge gibt“, so Thiim.

Im Zeittraining fuhr Rupp die schnellste Runden in 2:11,351 Minuten. Allerdings wurde er von der Rennleitung für ein Vergehen bestraft und konnte seine Pole so nicht in Anspruch nehmen. Thiim erbte Startplatz eins mit einer Rundenzeit von 2:13,707 Minuten (=138,3 km/h Schnitt). Bei nasser Piste im Rennen konnte er, wie auch der Rest des Teilnehmerfelds, an diese Zeiten nicht heranreichen. Umso höher zu bewerten, die Leistung des drittplatzierte Rupp. Der Pilot der Scuderia GT umrundete den 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings in 2:27,749 Minuten und war damit in seiner schnellsten Rennrunde mehr als eine Sekunde schneller, als die Konkurrenz. Im Zuge der obligatorischen Boxenstopps sammelten auch M3-Pilot Weber sowie Volker Schneider mit seinem Ford Sierra RS 500 Führungskilometer.

Neben Kurt Thiim und Volker Schneider war ein weiterer Zeitzeuge mit von der Partie. Volker Strycek pilotierte den Ex-STC Opel Astra zusammen mit Stefan Irmler auf den achten Rang. Der Sieg in der Klasse 3 (ehemalige Gruppe N) ging an Ralph Bahr im BMW M3 E30.

Die dritte Veranstaltung des Deutschen Tourenwagen Classics findet vom 23. bis 25. September auf dem Salzburgring statt.