Eine neue, alte Serie: die ‚Deutsche Tourenwagen Classics’

Volker Strycek misst sich im BMW 635 CSi mit seinen Konkurrenten beim legendären Avus-Rennen, Olaf Manthey steuert seinen Rover Vitesse über die Flugplätze in Wunsdorf und Erding, Klaus Ludwig beginnt seine DTM-Karriere im Ford Sierra Cossworth, Bernd Schneider startet im Mercedes 190E 2.5 Evo und Nicola Larini startet im Alfa Romeo 155 V6 TI durch – es ist die sogenannte Goldene Ära der DTM in den 80er- und 90er-Jahren. Diese möchte ein Organisationsteam um die Initiatoren Ralph Bahr (Youngtimer Rennfahrer), Marc Hessel  (Ex-BMW-Werksfahrer und Geschäftsführer Automotive Consult Ltd.) und Alexander Ferreira (Tourenwagen Revival) wieder aufleben lassen: bei den ‚Deutsche Tourenwagen Classics’. Eine Idee, die immer mehr Gestalt annimmt und nach Möglichkeit schon im Jahr 2017 in einer festen Rennserie gipfeln soll.

Startberechtigt für diese neue – alte – Serie sollen alle Fahrzeuge der Gruppe A (DTM) der Baujahre 1984 bis 1994 sowie die Fahrzeuge der Klasse 2 (STW) der Baujahre 1994 bis 1999 sein. Die ‚Deutsche Tourenwagen Classics’ sieht sich als Serie für Privat- und Gentlemendriver – insbesondere ehemalige DTM-Profis sollen willkommen geheißen werden. Auch das Reglement ist im Grundgerüst bereits festgelegt. Ein Fahrzeug soll im Team über die Strecke pilotiert werden. Der Besitzer sowie der Co-Pilot müssen während des 40-minütigen Rennens einem Pflichtwechsel in der Box absolvieren – Tanken und Reifenwechsel sind jedoch untersagt. Bevor es im rennen zur Sache geht, absolviert jeder der beiden Fahrer ein 20-minütiges Qualifying – ein freies Training ist für die Teams optional.

Um den Motorsport-Fans einen ersten Eindruck der ‚Deutsche Tourenwagen Classics’ zu vermitteln, soll im Jahr 2016 ein Pilot-Rennen beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring sowie dem Hockenheimring, dem Red Bull Ring in Spielberg und dem Salzburgring ausgetragen werden. Ab 2017 soll die erste Saison mit Läufen in Hockenheim, auf dem Nürburgring, dem Lausitzring, Oschersleben und dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg stattfinden – eine gute Idee, die auf dem besten Wege ist, umgesetzt zu werden.